Ausbildungs-Blog

Fachübergreifendes Praktikum in der Ausbildung bei Ruwac

In jeder Ausbildung in größeren Unternehmen durchläuft man als Azubi verschiedene Abteilungen. Als Industriekaufmann z.B. den Einkauf, den Export oder den Verkaufsinnendienst. Allerdings erhält man selten einen Einblick in die technischen Bereiche eines Unternehmens.

Andersrum ist es allerdings genauso:
In den seltensten Fällen haben z.B. angehende Elektroniker die Möglichkeit, Einblicke in kaufmännische Bereiche zu erlangen.

Um beiden Seiten gerecht zu werden, haben wir bei Ruwac ein sogenanntes fachübergreifendes Praktikum für unsere Azubis eingeführt. So bekommen sie die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern.

Unser Azubi Malte Schinke, der eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik macht, wurde z.B. auf seinen Wunsch hin für eine Woche im Marketing eingesetzt. Mehr dazu gibt es in einem der nächsten Blogbeiträge.

Ein anderes Beispiel ist unser Azubi Steffen Flohre, der eine Ausbildung zum Industriekaufmann macht. Er war im letzten Jahr für je einen Monat im Bereich der Technik und der Qualitätssicherung tätig.

Mit ihm hat unser Social-Media-Beauftragter Jan Röbelt ein kurzes Interview über seine Erfahrungen während des fachübergreifenden Praktikums geführt:

Azubi Steffen während des fachübergreifenden Praktikums in der Ausbildung bei Ruwac in Melle
Azubi Steffen während des fachübergreifenden Praktikums in der Ausbildung

Jan: „Du hast dein erstes Praktikum im Bereich der Technik gemacht. Gab es einen groben Fahrplan dafür oder hat es sich alles eher spontan ergeben?“

Steffen: „Ja, es gab einen Plan für den Ablauf. Ich sollte in den Abteilungen Forschung & Entwicklung, Technischer Innendienst und Konstruktion eingesetzt werden. Ich sollte in dieser Zeit ein eigenes Projekt bekommen und dies von der praktischen Entwicklung über die Anlage im System bis hin zur Zeichnung und Prototypenbau begleiten.“

Jan: „Ging der Plan auf?“

Steffen: „Nicht ganz. Ich habe dann in den Abteilungen einzelne Aufgaben und kein zusammenhängendes Projekt übernommen. So habe ich aber letztendlich die gleichen Aufgaben übernommen.“

Jan: „Was hast du dort zum Beispiel gemacht?“

Steffen: „Ich habe in der Forschung & Entwicklung Testläufe von Gebläsen durchgeführt, um Vergleichswerte für unsere Lieferantenauswahl zu erhalten. Diese Ergebnisse wurden ausgewertet und tabellarisch dargestellt.“

Jan: „Und in der Technik hast du dann Artikel angelegt?“

Steffen: „Nein, ich habe zusammen mit einem Techniker-Kollegen an einigen Projektaufträgen gearbeitet. Da waren komplexe Problemstellungen dabei, die wir gemeinsam gelöst haben. Danach habe ich an der Nahtstelle zwischen Produktion und Technik gesessen. Hier haben wir uns um die Probleme und Fragen der Produktion mit der technischen Ausarbeitung auseinandergesetzt.“

Jan: „Und warst Du auch in der Konstruktion?“

Steffen: „Nein, das hat die Zeit dann leider nicht mehr hergegeben.“

Jan: „Aber du hattest ja noch ein weiteres Praktikum im Bereich Qualitätssicherung bzw. Reklamationsbearbeitung? Kannst Du dich da an ein Beispiel erinnern?“

Steffen: „Ich kann mich noch gut an die Klappdeckel erinnern.“

Jan: „Was war denn damit?“

Steffen: „Die Klappdeckel bzw. die Gewinde der Klappdeckel, die wir von unserem Lieferanten bekommen haben, waren oval und nicht rund. Dadurch konnten wir diese nicht verbauen.“

Jan: „Habt ihr die Ursache herausfinden können?“

Steffen: „Ja, wir haben mit dem Lieferanten gesprochen und einige Möglichkeiten durchgespielt. Da ist jetzt ein anderes Fertigungsverfahren im Gespräch. Die alten Klappdeckel haben wir dann jedenfalls nacharbeiten lassen, um diese nicht wegwerfen zu müssen. Unser Lieferant hat diese dazu nachfeilen lassen, bis sie wieder rund waren.“

Jan: „Was gab es noch so für Fälle bei Lieferanten-Ware?“

Steffen: „Kratzer im Gehäuse, falsche Bohrungen… das sind so die Klassiker.“

Jan: „Wie ist denn dein Fazit nach diesen ganzen Erfahrungen im technischen Bereich?“

Steffen: „Ich denke, dass es gut ist, Einblicke in die Abteilungen zu gewinnen, die den kaufmännischen Abteilungen zuarbeiten. Außerdem ist man hier viel näher am Produkt dran und kriegt so viel detailliertere Einblicke in die Materie.“

Jan: „Könnte das gerade für angehende Industriekaufleute Vorteile haben?“

Steffen: „Ich denke das theoretische Wissen aus den Schulungen auch mal in der Praxis anwenden zu können, vertieft das Ganze. Außerdem hilft es den kaufmännischen Azubis, die kein so großes technisches Verständnis haben, mal in Berührung mit den Produkten zu kommen. „Learning by doing“ ist immer besser als nur das Lesen und Anhören von Schulungen.“


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