Ausbildungs-Blog

„Schweißen macht am meisten Spaß!“

Die erste „Generationen­Werkstatt“ bei GLA-WEL ist angelaufen

Schüler in der GenerationenWerkstatt
Schüler mit Thomas Babucke am Schweißarbeitsplatz

Bei GLA-WEL stellen wir hauptsächlich technische Produkte aus Stahl, Edelstahl und Aluminium her und beliefern Industrieunternehmen in Deutschland und Europa damit. Unser Kerngeschäft ist die CNC-Blechbearbeitung (www.gla-wel.de).

Pro Jahr bilden wir 10 bis 15 junge Männer und Frauen in verschiedenen Ausbildungsberufen aus – darunter vor allem Metallbauer (m/w) und Feinwerkmechaniker (m/w).

Die GenerationenWerkstatt für Schüler der 8. Klasse

Die GenerationenWerkstatt ist eine Aktion, bei der Schüler aus der achten Klasse diese Berufe in unserem Betrieb näher kennenlernen können – unter Anleitung erfahrener Fachkräfte. Seit August kommen an jedem Donnerstagnachmittag drei Schüler der Lindenschule Buer einige Stunden zu uns, um an einem eigenen Projekt zu arbeiten. Jonas, Niklas Simon und Finn-Yasin bauen eine große Torwand aus Edelstahl und Aluminium für ihren Schulhof. Heute ist Tag vier und mich interessiert, wie weit die Jungs schon gekommen sind.

Sie sind heute alle drei etwas ungeduldig, wie es scheint, und schauen erwartungsvoll in die Runde. Ich frage deshalb, was ansteht. „Schweißen!“ lautet die Antwort. „Schweißen macht am meisten Spaß!“, teilt mir Finn-Yasin stellvertretend für die anderen beiden mit, bestätigt von allseitigem Kopfnicken. Geübt haben sie das schon beim letzten Termin an Übungsteilen. Jetzt sind die Drei heiß darauf, „richtig“ loslegen zu dürfen.

Aber erst einmal heißt es sich vorzubereiten. Lange Kleidung muss her, Schweißhelme werden bereitgelegt. Die Schweißarbeiten selbst müssen ebenfalls gründlich vorbereitet werden. Wie das geht, erklären die beiden Meister Thomas Krenz und Thomas Babucke. Letzterer ist Schweißfachmann und wird die Schweißarbeiten anleiten.

Jede Menge großer und kleiner bereits von den Jungs vorbereiteter Bauteile liegen auf einem Materialwagen neben dem Schweißtisch. Klar! Erst einmal müssen alle Teile, natürlich streng nach Zeichnungsvorgaben, korrekt auf dem Schweißtisch angeordnet und mit Hilfe großer Schraubzwingen fixiert werden. Ganz wichtig ist, dass nichts aus dem Maß rutscht und dass alle Teile Naht an Naht fest aneinander sitzen.

Ein bisschen ratlos schauen die Jungs auf die Zeichnung, den vollen Materialwagen und den leeren Tisch. Jetzt rauchen doch die Köpfe! Hier scheint ein Maß zu fehlen und irgendwie sieht alles spiegelverkehrt aus. Thomas Krenz braucht aber nur kurz helfend einzugreifen. Die Schüler rufen einander Stückzahl und Maßangaben zu und einer von ihnen sucht zielstrebig die Teile am Materialwagen heraus. Im Zweifel wird nachgemessen oder nachgefragt. Beim Hinlegen und Befestigen geht alles Hand in Hand, schwere Teile nehmen sie zu zweit. Die Jungen agieren selbstbewusst und sprechen sich gut bei jedem Schritt ab. Zum Schluss überprüfen sie jedes Maß noch einmal mit Winkel und Maßband – das ist Teamarbeit!

Es ist ziemlich warm in der Halle und wir brauchen erst mal eine kurze Trinkpause. Aber Schweißfachmann Thomas mahnt zur Eile, es sei noch viel zu tun: „Wie das Schweißgerät angestellt wird, wisst Ihr ja schon!“

Bevor Jonas als erster mit dem Schweißen loslegt, müssen alle Schüler versprechen, sich an die Sicherheitsregeln zu halten. Das Wichtigste ist: Nicht in den Lichtbogen schauen! Sich die Augen zu verblitzen kann richtig unangenehm sein. Als ich Fotos mache, merke ich, wie schwer das ist sich zu disziplinieren und nicht doch hinzuschauen. Man ist einfach total neugierig und guckt dann doch in den Lichtbogen. Gut, dass die Schüler darauf achten, immer erst den Schweißhelm zu schließen. Jetzt sind alle auf Zack!

Im Wechsel dürfen die Jungs „heften“, d. h. die Bauteile werden punktuell an den wichtigsten Verbindungspunkten verschweißt. Geschweißt wird im Sitzen. Eine gute Sitzposition stabilisiert die Hand und verhindert eine verkrampfte Körperhaltung.

Gut finde ich, dass Fehlerursachen von den Kollegen in Ruhe erklärt werden. Ein Werkzeug kann mal streiken oder man vergisst einfach einen wichtigen Schritt, und dann ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Wenn etwas nicht klappt, wird der Fehler von den Jungs selbst ausgebügelt. Toll ist, dass sich alle gegenseitig Tipps geben und aktiv nachfragen, wenn ihnen etwas unklar ist. Das Heften klappt jetzt wirklich sehr gut und die wichtigsten Punkte der Konstruktion sind bald miteinander verbunden.

Volle Konzentration lässt die Zeit verfliegen wie nichts. Schon wieder Feierabend?! Die Jungs sind baff und finden es ziemlich schade, dass jetzt erst einmal Herbstferien sind.

Wer weitere Bilder ansehen will, findet eine Bildergalerie auf unserer Website unter dem Link „News“: https://www.gla-wel.de/aktuelle-nachrichten-unternehmen.php.

Weiterführende Informationen zu den Initiatoren der GenerationenWerkstatt gibt es hier: www.ursachenstiftung.de.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Termin am 18. Oktober. Bis dahin wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern und „unseren“ Jungs von der Lindenschule schöne Ferien!

Beitrag verfasst von: Marion Welkener, GLA-WEL GmbH


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